Wir installieren seit 1992 Solarthermieanlagen und dazugehörige Solartechnik im Keller unserer Kunden: Installieren Sie eine sehr gute thermische Solaranlage mit Vakuumkollektoren auf Steildach oder Flachdach!

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Solarleitungen sollen idalerweise aus Kupferrohr gefertigt werden, Edelstahl-Wellrohr ist wegen seiner erhöhten Reibungswiderstände (mehr Stromverbrauch der Solarpumpe) und zweitens wegen seines größeren Volumens (mehr Solarflüssigkeit) nicht erste Wahl, aber insbesondere bei Verlegung in engen Schächten wie nicht mehr benötigtem Schornstein dann doch die einfachste Lösung. Die Kupferrohr-Dimension beträgt in der Regel 18 mm, bei größeren Solaranlagen oder bei großen Entfernungen zwischen Solarstation und Solarkollektor können größere Durchmesser wie 22 mm und mehr notwendig sein.

Für die Anfertigung der Solarleitungen dürfen nur Kupferfittinge hartgelötet oder Messing-Fittinge zum metallischen Quetschen (Conex) verwendet werden, aber auf keinen Fall weichlöten, Pressfittinge oder Steckfittinge.

Je nach Bauart der Anlage unterscheidet man nach Fließgeschwindigkeit (Low-Flow- und High-Flow-Systeme), wobei die meisten Hersteller heute Low-Flow empfehlen: Die Verwirbelungen im Schichtenspeicher bzw. Solarspeicher sind geringer, der Ertrag damit höher. Außerdem benötigt die Solarpumpe weniger Strom! Eine Solarstation sollte darum einen sogenannten Taco-Setter installiert haben: Mit ihm (oder mit der Solarpumpe) wird das zirkulierende Volumen pro Zeiteinheit (z.B. 3 bis 4 Liter Solarflüssigkeit / Minute = Low-Flow-Prinzip) eingestellt. In der Praxis ergibt sich am Ende der Installation bei der Endeinstellung der Solaranlage fast immer ein Zwischenwert von High-Flow und Low-Flow.

Die Solarleitungen müssen mit hochtemperaturbeständiger Isolierung gedämmt werden, herkömmliche Rohrdämm-Schläuche wie bei den fertig gedämmten Wellrohr-Angeboten im Fachhandel sind eher ungeeignet, da nicht ausreichend hitzebeständig. Lediglich die Leitungen vom Kollektorfeld durch die Dachhaut werden definitiv am besten mit diesen uv-beständig flexiblen Wellrohren gefertigt.

Empfehlenswert ist immer ein Schichtenspeicher mit einer Größe von 800 bis 1000 Liter Heizungswasserinhalt. Die Schichtenspeichertechnik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist heute quasi perfekt: Immer durchdachtere Innenkonstruktionen mit angeflanschten Trinkwassermodulen bzw. Frischwassermodulen und nicht mehr störanfällige Wärmeleitklappen für die temperaturgenaue Einschichtung des einströmenden Wassers perfektionieren heute einen guten Schichtenspeicher.
Tipp: Mit einem großen Schichtenspeicher hat man zukünftig die Möglichkeit, weitere alternative Wärmequellen wie eine Wärmepumpe oder einen Kaminofen mit Wassertasche anzuschließen, um sich von den teuren Energiequellen Erdgas und Heizöl zu verabschieden. Wer z.B. günstig an Holz herankommt, kann an einen 800-Liter-Speicher eine Holzheizung mit ca. 12 kw Heizleistung anschließen.

Achtung: Durch die Vergrößerung Ihres Heizungsvolumens müssen Sie auch das Ausdehnungsgefäß Ihrer bestehenden Heizungsanlage dem neuen Volumen anpassen! Kalkulieren Sie mindestens mit einem 80-Liter-Gefäß, empfehlen würde ich Ihnen aber ein 140-Liter-Gefäß, insbesondere beim 1000-Liter-Speicher!

morgens - später Vormittag - Mittag - Nachmittag

typische Wärmeschichtung in einem Schichtenspeicher über den Tag
Quelle: Heizungsbau Gütersloh

Die Solarflüssigkeit muß den hohen Temperaturen im Kollektor angepasst sein, d.h. bei Vakuumkollektoren sind zwingend nur vom Hersteller für die Anlage zugelassene Flüssigkeiten zu verwenden. Diese sollte alle 2 Jahre auf ihre Wertigkeit (u.a. Frostschutz) getestet und erfahrungsgemäß nach spätestens 8-10 Jahre ausgetauscht werden.

Auch die Solarregelung muß für Temperaturen über 150°C geeignet sein. In diesem Bereich schalten die meisten Solarregelungen aber ab. Es gibt nur wenige, die bis 180°C und mehr noch eine geregelten Ablauf im Kollektor und auf dem Weg hinunter zur Solarstation gewährleisten. Diese und keine andere Solarregelung sollte bei Betrieb einer Vakuumkollektor-Solaranlage eingesetzt werden, auch wenn sie ein paar Euro mehr kostet. Ein kochender Kollektor auf dem Dach mit allen daraus resultierenden Folgen, Schäden und Kosten hilft niemandem und ist definitiv wesentlich teurer!

Die Solarstation sollte neben dem Taco-Setter einen solartauglichen (!) Schnellentlüfter, einem KFE-Hahn zum Füllen, Entleeren und Spülen mit Solarflüssigkeit, zwei Absperrungen, zwei Thermometer in Vorlauf und Rücklauf, ein Sicherheitsventil, ein solartaugliches (!) Ausdehnungsgefäß mit Kappenventil und eine moderne Hocheffizienz-Heizungsumwälzpumpe beinhalten. Eine solche Solarpumpe kommt in guten sonnenreichen Jahren auf bis zu 1000 Betriebsstunden, dies ergibt bei einer Lebenserwartung von z.B. 15 Jahren einen Unterschied von ca. 700 Euro bei einer Stromersparnis von z.B. 40 Watt pro Stunde (Stand Strompreise 2013).

Im Badezimmer und hier insbesondere in der Dusche sollte eine Thermostat-Armatur installiert sein, um Verbrühungen zu verhindern. Im Sommer und auch an sonnigen Tagen in der Übergangszeit erreicht der Schichtenspeicher sein Maximaltemperatur von ca. 85°C garantiert, aber schon bei 50°C werden Sie und Ihre Kinder schreien. Alternativ kann im Keller die Warmwassertemperatur mit einer Frischwasserstation exakt auf die gewünschte Temperatur eingeregelt werden. Dies kann preiswerter sein als ein Umbau der Armaturen. Hygienischer und energiesparender ist eine solche Frischwasserstation in jedem Fall, da Warmwasser nur just-in-time hergestellt wird!

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